Papst beginnt Katechese-Reihe über Paulus

Benedikt XVI. beginnt bei seinen Generalaudienzen einen neuen Katechese-Zyklus. Das kündigte er an diesem Mittwoch vor Tausenden von Pilgern und Besuchern im Vatikan an. Während des Paulusjahres will der Papst bei jeder Generalaudienz über Leben und Lehre des Apostels aus Tarsus nachdenken.

„Wie ihr wißt, haben wir vor wenigen Tagen mit dem Hochfest der heiligen Petrus und Paulus das Paulusjahr eröffnet, das dem Völkerapostel gewidmet ist und bis zum 29. Juni 2009 dauert. In dieser Zeit wollen wir Paulus nicht nur als eine herausragende und geradezu einzigartige Heiligengestalt verehren, sondern uns auch um ein tieferes Verständnis seiner Lehre bemühen. Mit diesem Ziel werfen wir heute einen Blick auf sein religiöses und kulturelles Umfeld. Paulus wird treffend als „ein Mann dreier Kulturen“ bezeichnet: der jüdischen aufgrund seiner Religion, der griechisch-hellenistischen im Hinblick auf die Sprache und das philosophische Gedankengut und schließlich der römischen als Bürger des Römischen Reiches mit den dazugehörigen Rechten.“

Saulus-Paulus war also ein Grenzgänger zwischen den Kulturen seiner Zeit.

„Diese Faktoren hatten einen nicht unbedeutenden Einfluß auf das Denken und Wirken des hl. Paulus, auch nach der radikalen Wende, die sein Leben durch die Begegnung mit Christus erfahren hat. Als Angehöriger einer kleinen Minderheit wurde er sowohl mit Geringschätzung als auch mit neugierigem Interesse bedacht. Zugleich eröffneten ihm die verbreitete hellenistische Kultur sowie die gute Infrastruktur des Römerreiches den Zugang zu den Menschen im gesamten Mittelmeerraum. Auch die authentischen Ideale verschiedener philosophischer Strömungen und die Krise der heidnischen Kulte hatten gewissermaßen den Boden für die christliche Mission bereitet.“

Mit Verve legte der Papst aus Deutschland den Besuchern seiner Audienz den Völkerapostel ans Herz.

„Der Apostel Paulus ist ein leuchtendes Beispiel der Liebe zu Christus und seiner Kirche. Das Paulusjahr sporne uns an, ihn darin nachzuahmen und unseren Mitmenschen das Evangelium zu verkünden. Dabei begleite euch der Segen des Allmächtigen Gottes!“

(RADIO VATIKAN 02.07.2008 sk)


Zeremonienmeister: Papst bevorzugt Mundkommunion

Guido Marini: Benedikt möchte im Vatikan den Empfang der Hl. Eucharistie in kniender Form fördern - Auch die Mundkommuion soll die übliche Praxis werden - Mundkommion hebe besser die "Wahrheit der Realpräsenz in der Eucharistie" hervor.

Vatikan (www.kath.net/RV/red)
Bei zukünftigen Papstmessen wird sich die Mundkommunion in kniender Körperhaltung durchsetzen. Diese Einschätzung äußerte der päpstliche Zeremonienmeister Guido Marini in einem Interview mit der Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ vom Donnerstag. Marini betonte wörtlich: „Es ist notwendig, dass man nicht das Faktum vergisst, dass die Verteilung der Kommunion auf die Hand vom juristischen Standpunkt aus eine Ausnahme (Indult) des universalen Gesetzes ist, der vom Heiligen Stuhl denjenigen Bischofskonferenzen zugestanden wurde, die das verlangt hatten.“

Zu den Ländern, denen diese Ausnahmen gewährt wurden, gehören neben Deutschland, Österreich und der Schweiz auch Ländern wie die USA, Kanada und Mexico. Marini sagte, dass der Papst mit den jetzigen liturgischen Maßnahmen ein Beispiel für die Kirche geben möchte. „Diese Form, die von Benedikt XVI. angenommen wurde, soll die die Kraft dieser gültigen Form für die ganze Kirche unterstreichen.“

Laut Marini möchte der Papst auch darauf hinweisen, dass der kniende Empfang der Heiligen Eucharistie besser die „Wahrheit der Realpräsenz in der Eucharistie“ hervorhebt. Dies helfe der Andacht der Gläubigen und führe leichter in den Sinn des Mysteriums ein.

Zuletzt bei der Reise Benedikts XVI. nach Apulien wurden eigens Kommunionbänke zur Spendung der Eucharistie aufgestellt, wie auch schon bei der Messe zum Fronleichnamsfest.

Zudem wies Marini auf die große Bedeutung der Orientierung bei der Liturgie hin, „auch in praktischer Hinsicht“. In der Zelebrationsrichtung vermittle sich nämlich „eine grundlegende theologische, anthropologische und ekklesiologische Tatsache“.

„Vom Herrn kommt das Heil, er ist der Osten, die aufgehende Sonne, auf die wir unseren Blick richten müssen, und von der wir die Gabe der Gnade empfangen müssen“, so Marini wörtlich. Deshalb habe Papst Benedikt am Fest Taufe des Herrn in der Sixtinischen Kapelle am Altar gefeiert.

Marini stellte klar, dass es nicht darum gehe, „den Gläubigen den Rücken zuzuwenden“, sondern vielmehr darum, sich gemeinsam mit ihnen dem Herrn zuzuwenden. Es gebe besondere Umstände, in denen „die künstlerische Ausgestaltung des Sakralraumes und seine einzigartige Schönheit und Harmonie“ eine Feier am alten Altar wünschenswert erscheinen lassen.

Das sei heute im Petersdom bereits der Fall, wo jeden Morgen zahlreiche Priester nach dem ordentlichen Ritus, aber an traditionellen Altären zelebrierten. Ob der Heilige Vater auch einmal einen Gottesdienst nach den alten Büchern feiern werde, ließ Marini offen.

Der Zeremonienmeister übte Kritik am „ideologischen“ Gebrauch der Ausdrücke „vorkonziliar“ und „nachkonziliar“. Nicht alles, was neu sei, sei wahr, dasselbe gelte aber auch für das, was alt sei. Das Motu Proprio, mit dem der Papst vor einem Jahr den Gebrauch des alten Messritus wieder großzügiger erlaubte, beabsichtige jedenfalls eine gegenseitige Bereicherung der beiden Formen des römischen Ritus.

Auch der neue Hirtenstab werde nun dauerhaft im Einsatz bleiben, sagte der Päpstliche Zeremonienmeister. Er entspreche mehr der römischen Tradition und sei außerdem leichter als der Hirtenstab von Lello Scorzelli, den die Päpste seit Paul VI. benutzt hatten. Der Stab in Kreuzform, den erstmals Papst Pius IX. benutzt hatte, war erstmals wieder am Palmsonntag dieses Jahres zum Einsatz gekommen.

Außerdem kündigte Marini in dem langen Interview des „Osservatore“ an, dass Benedikt XVI. ab Sonntag ein neues Pallium tragen werde. Es entspreche dem vom Johannes Paul II. benutzten, allerdings seien die Kreuze – im Unterschied zu den Pallien der Metropoliten – rot statt schwarz. Das Pallium ist das Ehrenzeichen der Erzbischöfe, die eine Kirchenprovinz leiten. Benedikt XVI. trug statt des bisher üblichen kurzen Palliums ein über die Schulter geschlagenes, längeres und breiteres Pallium.

Foto: © thorthodoxromancatholic.com


Schule in der Krise

Das deutsche Bildungssystem züchtet Verlierer statt Leistungsträger -
Eine Analyse von Christa Meves

München (kath.net/idea).

Die deutschen Schulen befinden sich in einer bedenklichen Krise. Dass dieses Faktum in der Öffentlichkeit so wenig zum Ausdruck kommt, liegt daran, dass die eigentlich Beteiligten – die Lehrer, die Schüler und deren Eltern – trotz eines erheblichen Pegels an Bedrängnis, Unmut, ja Leid und Schmerz in einer wenig zeitgemäßen Weise stillhalten und die Unbill der Situation, von einigen kargen Boykott-Ausnahmen abgesehen, resigniert schlucken, so als handle es sich um ein unabänderliches Schicksal. Dabei war das im letzten Jahrhundert bis zum Beginn der 70er Jahre in Deutschland existent: Überschaubare Schule mit einem brauchbaren Leistungssystem und einer verhältnismäßig kindgerechten Pädagogik. Wie wenig aber heute das Schulsystem seinem Auftrag gerecht wird, ist an zwei zutiefst bedenklichen Symptomen erkennbar: Über eine Milliarde Euro werden in Deutschland derzeit für Nachhilfestunden ausgegeben.

Ein neuer Stand hat sich entwickelt, nicht nur als Zubrot für rüstige Pensionäre allein. Private Nachhilfeinstitutionen sind zumindest in Norddeutschland selbst in Kleinstädten und Flecken wie Pilze aus dem neuen Nährboden geschossen. Und in einer erheblichen Zahl werden die Schulkinder mit der Diagnose ADHS (früher nannte man das Zappelphilipp) unter eine Hirndroge (das stark wirkende Medikament Ritalin) gesetzt – damit sie in der Schule die nötigen Lernerfolge aufweisen.

Tonnenweise, so berichtete jüngst ein Experte, würde Ritalin auf den deutschen Markt geworfen, ohne dass bekannt sei, wie die Spätfolgen dieser Medikation aussehen.

Psychopharmaka und Magie

Eindrucksvoll wird das Unzureichende der Schulsituation auch durch das Auftauchen weiterer Gewerbe sichtbar, die aus der Not lukratives Kapital zu schlagen suchen: Zum übermäßigen Gebrauch von Psychopharmaka kommt jetzt ein Boom von angepriesenen Mitteln zum Schulerfolg, die einen magischen Hintergrund haben. Von der Bach-Blüten-Therapie gegen Verhaltensstörungen, vom „Brain-Gym“ und einer sogenannten (und seltsam geschriebenen!) „Kinestetik-Bewegungslehre“ bis zum entängstigenden Edelstein in der Schultasche gegen Klausurenangst ist hier mittlerweile viel Bedenkliches möglich geworden. Es hat sich ein neuer Markt entwickelt. Wie Milben im kranken Gefieder eines Vogels hat er sich eingenistet und zehrt schulische Gesundheit weiter aus. „Mit der ‚Kinestetik’-Bewegungslehre bekommen Sie Lernprobleme jeglicher Art in den Griff", wird da z. B. behauptet.

Mit „Superlearning“ und „Psycho-Kniff“ preist man Methoden an, mit denen sich Schulsorgen angeblich beseitigen lassen.

Letzte Fluchtburg: Katholische oder evangelikale Schulen

Symptome dieser Art sollten die Verantwortlichen alarmieren. Das muss zumindest in den Kultusministerkonferenzen endlich auf den Tisch: Es ist eine Schulsituation entstanden, die dringend einer realistischen Analyse und einer umfänglichen Reform des Schulsystems bedarf; denn es klafft eine verheerende Lücke zwischen der Soll- und der Ist-Situation im Schulbereich.

Dieses ist zwar nördlich des Mains erschreckender als südlich davon; und dennoch können Bayern und Baden-Württemberg als Fluchtburgen für bewegliche Familien auch bereits nicht mehr gelten. Echte Ausweichmöglichkeit ist vielmehr karg gesät und auf einige private, meist katholische oder evangelikale Schulen sowie auf in- und ausländische Internate beschränkt.

Hauptursache: Gleichheitsideologie

Es ist dringend an der Zeit, dass aus der negativen Schulentwicklung der vergangenen 35 Jahre Bilanz gezogen und die Ursachen ohne Beschönigung ans Licht gebracht werden. Die Misere der Schule hat eine Hauptursache: die über den „Marsch durch die Institutionen“ tief ins Schulgefüge eingedrungene Gleichheitsideologie. Sie hat eine negativ wirkende Lüge an die Stelle der Wahrheit gesetzt; denn auf ihrem Boden ist die Verschiedenheit angeborener Begabungen nur noch unzureichend in Rechnung gestellt worden, und zweitens hat man seitdem verlernt, unterschiedliche Stadien der kindlichen Entwicklung zu berücksichtigen und sich realistisch auf sie einzustellen. Die Vereinheitlichung des Schulsystems, die diesem falschen Ansatz entsprang, hat außer vielen anderen unguten Auswirkungen vor allem die Überlastung der höheren Schulen mit Schülern bewirkt, denen es an der dort zu fordernden Leistungsfähigkeit fehlt – entweder, weil es ihnen an der notwendigen rational-logischen Intelligenz mangelt, oder weil ihre Leistungsfähigkeit durch psychische Beeinträchtigung unzureichend ist. Und diese haben sich im Zeitalter der Entmutterung durch Vernachlässigung und übermäßigen Fernsehkonsum, Video-Spielsucht und PC-Versessenheit voluminös gesteigert.

Zum Abitur mitgeschleppt

Unter dem Schlagwort, dass es möglich sei, Kinder zu „begaben“, werden dennoch Schülerscharen am Rande des Leistungsminimums bis zum Abitur mitgeschleppt und schließlich – von wenigen Ausnahmen abgesehen – auch mit ihm ausgestattet. Und dann bricht das Desaster herein: Laut Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) entschwinden den Hochschulen 50% der Studierenden ohne Abschluss! Viele Abiturienten scheitern auf den Technischen Hochschulen, obgleich unser Land nichts mehr braucht als Ingenieure. 70.000 davon fehlen heute bereits den inländischen Betrieben! Dieser Entwicklung eines arbeitslosen akademischen Proletariats hat die Kultusministerkonferenz seit dem Pisaschock mit neuen Vorschriften zu begegnen versucht, und zwar vornehmlich mit einer Aufstockung der Leistungskontrollen. Tests, Klausuren, Jahresarbeiten, Klassenarbeiten in fast allen Schulfächern türmen sich seitdem vor Lehrern und Schülern auf, in einer solchen Unzahl, dass sie nicht im Entferntesten innerhalb des Schulunterrichts hinreichend vorbereitet werden können, jedenfalls nicht so, dass die sich schwertuende Mehrheit der Klasse dem geforderten Soll gewachsen sein kann. Im Zentralabitur werden in den naturwissenschaftlichen Fächern Themen vorausgesetzt, denen die Schüler im Unterricht nicht begegnet sind.

Ratlose Schüler – schimpfende Eltern

Das Chaos bewirkt einen jämmerlichen Zensurendurchschnitt, bewirkt die Entstehung von Angst oder Abgestumpftheit bei den Schülern, bewirkt Ratlosigkeit und Neigung zum „Schönen“ der Klausuren-Durchschnitte (damit sie nicht wiederholt werden müssen!) bei den Lehrern und ständig neue Schulsorgen bei den Eltern. Dieses Missverhältnis vor allem kurbelt die Nachhilfe-Industrie und den magischen Psychomarkt der merkantilen Scharlatane an. Dies aber bewirkt auch eine weitere Herabsetzung der Leistungsmotivation besonders unter den zartbesaiteten Schülern (und das sind die intelligenteren!), vor allem durch den Ärger mit ihren Eltern, die ihre Kinder durch Schimpfen anzutreiben suchen.

Hamburg: Nur 17% wählen Mathe und Physik

Dass auf diese Weise die vielen praktisch, musisch, künstlerisch oder sozial Begabten auf ein ihnen nicht gerecht werdendes, ihre Begabung unzureichend förderndes Gleis geschoben werden, ist ein besonders verbitterndes Faktum, ganz abgesehen davon, dass diese Art der Schulwirklichkeit auch keineswegs ein angemessener Nährboden für Überflieger – und das heißt für Hochbegabte – ist, auf die jede Gesellschaft im Konkurrenzkampf mit anderen angewiesen ist. Elite-Kinder haben sich im Schuleintopf so unscheinbar wie möglich zu verhalten (indem sie z. B. mit Absicht Fehler machen), um nicht von der Klasse (und oft sogar unisono von ideologisierten Lehrern!) als Außenseiter abgestempelt zu werden.

Die „progressive“ Schule sollte sich in später Stunde eingestehen, dass sie mehr als veraltet ist. Die Gleichheitsideologie hat sich einmal mehr auf diesem so wichtigen Sektor als schädlich erwiesen, weil sie der Realität der so verschiedenen Kinder und Jugendlichen nicht entspricht. Das Kurssystem in den beiden letzten Jahren vor dem Abitur mit der freiwilligen Wahl der Leistungsfächer durch die Schüler bewirkt bei vielen von ihnen keine Auswahl nach Fächern, die zum angepeilten Studium führen (wie geplant), sondern führt verständlicherweise zu einem opportunistischen Vorgehen: Den Maßstab bildet das berechtigte Streben der Schüler nach dem besten Notendurchschnitt im Abitur, um mehr Chancen für den Einstieg zur Berufsausbildung zu erlangen. In Hamburg wählen nur 17% der Schüler Mathematik und Physik. Damit aber fehlen die Voraussetzungen für ein Studium an den Technischen Hochschulen.

Überbewertete Einbahnstraße Abitur

Aber negative Erfahrungen mit unserem ideologisierten Schulsystem können doch nicht heißen, neue noch größere Einheitsschulen zu errichten, wie es in Hamburg und Schleswig-Holstein jetzt bereits in der Planung ist! So verfehlt unser Schulsystem sein Ziel, es fördert nicht optimal, es erhöht nicht durch angemessene Angebote den Lerneifer der Schüler, sondern es bringt ihn systematisch zum Schwinden. Es züchtet Verlierer statt Leistungseliten, die der Weltkonkurrenz gewachsen ist.

Schule im Computer-Zeitalter bedarf einer viel stärkeren Differenzierung. Sie sollte mit ihrem Verteilerkreis – den Begabungen gemäß, bei gleichwertiger Anerkennung von deren Verschiedenheit – spätestens bei den Elfjährigen ansetzen und den Jugendlichen bald schon mit Fachakademien zu Berufsabschlüssen verhelfen. Die überbewertete Einbahnstraße Abitur und Universität als Ideal für alle sollte endlich zum alten Eisen geworfen werden; dann wird es wieder lernfreudige Kinder, glückliche Lehrer und sorgenfreie Eltern geben – und die obskuren neuen Hilfsangebote könnten als überflüssig wieder vom Markt verschwinden.

Die Autorin, Christa Meves (Uelzen), ist Kinder- und Jugendlichenpsychotheraeutin.


In 72 Stunden Realität verändern?

Anmeldung für Österreichs größte Jugendsozialaktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ läuft

Die Aktion findet vom 22. – 25. Oktober 2008 statt und wird von der Katholischen Jugend Österreich in Zusammenarbeit mit youngCaritas.at, MK Innsbruck und Hitradio Ö3 bereits zum vierten Mal durchgeführt. Vom 22.-25. Oktober 2008 heißt es wieder einen Spielplatz für ein Mutter-Kind-Haus schaffen, interkulturelle Begegnungsfeste veranstalten, Friedhöfe restaurieren oder einen Ausflug mit Senioren organisieren – auf jeden Fall die Ärmel hochkrempeln und das 72 Stunden lang - ohne Kompromiss! Aufgrund des großen Erfolges 2006 startet die österreichweite Jugendsozialaktion in eine neue Runde. In diesem Jahr steht das Projekt besonders im Zeichen des interkulturellen Dialogs und der Gedenkarbeit.

Ab sofort können sich interessierte Jugendliche im Alter von 14 bis 25 Jahren dazu anmelden. Bei „72 Stunden ohne Kompromiss“ sind die Jugendlichen in ca. 350 Einzelaktionen im Einsatz für einen sozialen, entwicklungspolitischen oder ökologischen Zweck. Dabei zeigen sie, dass soziales Engagement Spaß macht und wie einfach es ist, zu helfen, Notsituationen zu lindern und so ein kleines Stück Realität zu verändern. Das Spannende dabei: Die Mädchen und Burschen wissen großteils nicht, was auf sie zukommt. Sie erfahren erst an Ort und Stelle, welche Aufgabe sie innerhalb dieser drei Tage erfüllen sollen.

Wie schon in den vorangegangenen Durchgängen unterstützt Hitradio Ö3 die Aktion mit einem dreitägigen Programmschwerpunkt und dem Pleiten-, Pech- und Pannendienst, der den Jugendlichen dabei hilft, scheinbar unlösbare Aufgaben schlussendlich doch zu bewältigen.

Projektpartner aus ganz Tirol gesucht

In Tirol haben sich bereits einige Organisationen und Institutionen mit Projekten gemeldet. „Geplant sind derzeit Aktionen in Innsbruck, Hall, Inzing, Landeck, Rum, Schwaz, Uderns und Münster. Aber wir freuen uns auf weitere Projekteinreichungen aus ganz Tirol“, erklärt Maria Steixner, von der youngCaritas Tirol.

Interessierte Einrichtungen mit Projektideen sowie Einzelpersonen, Jugendgruppen oder Schulklassen für den freiwilligen Einsatz können sich ab sofort für die diesjährige Aktion anmelden. Alle Infos dazu unter www.72h.at.

„72 Stunden ohne Kompromiss“ ist ein Projekt der Katholischen Jugend Österreich in Zusammenarbeit mit youngCaritas.at, MK Innsbruck und Ö3! Tel. 0512/2230 612 oderTel: 0676-8730 6712
Sabine Monthaler (pd-Caritas)



Freizeitgestaltung mit Senioren, Restauration von Räumen und Gebäuden oder Organisation eines Festes: Die Aufgaben für Jugendliche bei 72 Stunden ohne Kompromiss sind vielfältig.
Fotonachweis: Caritas Tirol/Palfrader


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