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Der Spiegel': Evangelikale wollen politische Macht
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Nachrichtenmagazin widmet sich auf vier Seiten dem "Aufschwung Jesu"
Hamburg (kath.net/idea)
Evangelikale Gruppen haben sich nach amerikanischem Vorbild auch in Deutschland ausgebreitet und suchen nun den Einfluss auf die Politik. Das behauptet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" (Hamburg) in seiner Ausgabe vom 28. April. Autor Peter Wensierski zitiert in einem vier-seitigen Artikel aus einem Aufruf des Generalsekretärs der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), in der Allianz-eigenen Publikation "Eins". Darin fordert Steeb die rund 1,3 Millionen Evangelikalen in Deutschland dazu auf, in Parteien mitzuarbeiten und dort biblisch-ethische Maßstäbe einzubringen, öffentliche Verantwortung - etwa im Stadtrat - zu übernehmen sowie Leserbriefe an Zeitungen und Zeitschriften, Rundfunkanstalten und Fernsehsender zu schreiben. Das "klingt wenig nach Gott, aber sehr nach Macht", so Wensierski. Vom Beauftragten der Allianz am Sitz der Bundesregierung, Wolfgang Baake (Wetzlar) - im Hauptberuf Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP - wird der Satz wiedergegeben: "Als Lobbyist spreche ich mit den Abgeordneten und Mitgliedern der Bundesregierung über die für uns wichtigen Themen: den Schutz von Ehe und Familie, den Kampf gegen Sterbehilfe und Abtreibung, Einschränkung der künstlichen Befruchtung und Stammzellenforschung."
"Schlichte Form von Religiosität"?
Der "Spiegel"-Artikel unter der Überschrift "Aufschwung Jesu" nimmt insbesondere freikirchliche Initiativen in den Blick - etwa die Biblische Glaubens-Gemeinde (BGG) in Stuttgart, deren Gottesdienste bis zu 4.000 Besucher zählen. Gemeindepastor Peter Wenz erläutert seine Arbeit so: "Unsere Gottesdienste verzichten bewusst auf traditionelle Riten. Musik und Versammlungsgebäude sind modern ... Uns sind die Bedürfnisse der Menschen wichtiger als jahrtausendealte Traditionen." Das Anliegen der Evangelikalen umreißt Wensierski mit den Worten: "Sie nehmen die Bibel wortwörtlich, machen mobil gegen Homosexualität, gegen Sex vor der Ehe, gegen das Recht auf Abtreibung und die Darwinsche Evolutionstheorie. Sie wollen weltweit das Christentum voranbringen - Ungläubige und Muslime missionieren." Nach Ansicht des Weltanschauungsbeauftragten der sächsischen Landeskirche, Harald Lamprecht (Dresden), ist der Erfolg der Evangelikalen erklärbar. "Diese schlichte Form von Religiosität ermöglicht den Leuten in einer komplizierter gewordenen Welt einfaches Denken und Handeln", heißt es im "Spiegel".
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Bischof berief zwei Frauen neu ....
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.... in höchstes Beratungsgremium
Zwei Frauen hat Bischof Manfred Scheuer neu in das Konsistorium der Diözese Innsbruck berufen. Das Konsistorium (Bischofsrat) ist das höchste Beratungsgremium für den Bischof. Die neuen Mitglieder sind:
- Dir.in Mag.a Friederike Hafner (67), Mitbegründerin und langjährige ehemalige Direktorin der „Gesellschaft für psychische Gesundheit – Psychohygiene Tirol“. Hafner gehört der geistlichen Gemeinschaft „Werk der Frohbotschaft Batschuns“ an und ist Vorstandsmitglied der Regionalkonferenz der Frauenorden in der Diözese Innsbruck. Im Konsistorium löst sie Sr. Dr. Hildegard Wolf von den Ursulinen in Innsbruck ab.
- Mag.a Judith Junker-Anker (43), Pastoralassistentin in der Pfarre Schwaz – Maria Himmelfahrt. Die Mutter von zwei Kindern begleitet selbst Angehörige von Verstorbenen in ihrer Trauer und hat einen Lehrgang für Trauerbegleitung im diözesanen Bildungshaus St. Michael konzipiert. Im Konsistorium ist sie Nachfolgerin von Frau Christine Hofinger aus Mutters, die Vorsitzende der diözesanen Frauenkommission war.
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Gut, dass der Papst...
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... nicht auf dieser Liste steht, meint der Vatikansprecher
P. Lombardi: Liste der „100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt“ beruht auf Kriterien, „die für eine Bewertung der religiösen und moralischen Autorität des Papstes nicht geeignet sind“.
Vatikan (www.kath.net / ACI / RV) Er steht nicht auf der Liste der „100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt“, die das US-Magazin „Time“ jährlich aufstellt: Papst Benedikt XVI. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, darüber sind sich Kirchenleute uneins.
Empört ist der Chef der Vatikanzeitung „L'Osservatore Romano“, Gian Maria Vian. Er sprach von einer „befremdlichen“ und „journalistisch unhaltbaren“ Auswahl. Seit mindestens 150 Jahren wirkten Päpste auf der internationalen Bühne, allein „Time“ habe nichts davon bemerkt, sagte Vian der italienischen Tageszeitung „La Stampa“.
Vatikansprecher P. Federico Lombardi SJ sieht die Sache positiv: „Ich denke, es ist sehr gut, dass der Papst nicht auf dieser Liste steht, weil diese auf Kriterien beruht, die für eine Bewertung der religiösen und moralischen Autorität des Papstes nicht geeignet sind.“
Es sei schwierig, solche heterogenen Listen aufstellen, „die sowohl Schauspieler als auch Tennisspieler“ beinhalten, meinte der Vatikansprecher. Er beurteilte es als „positiv, dass die Autorität und der Dienst des Papstes nicht mit irgendwelchen weltlichen Kriterien vermischt werde“.
Auf der Liste stehen unter anderem der Dalai Lama und der orthodoxe Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel.
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